| GDer Lehrer und Kantor, Gustav Reiche, hat
am 22. August 1885 13 Weddeler sangesfreudige Männer zur Gründung
eines Männergesangsverein laut Gründungsurkunde“ eingeladen.
Lehrer Reiche war bis zu seinem Tode am 01. April 1927 Dirigent.
Laut der damaligen Statuten wurde der 1.Vorsitzende Präsident und der 2. Vorsitzende Vizepräsident genannt. Präsident, war Heinrich Wehmann, Vizepräsident, Friedrich Beese und Schriftführer Wilhelm Reinebolte. Das 1. Liederbuch „Die Heimische Sammlung“ musste sich ein jeder selbst erwerben. Das Eintrittsgeld des Vereins war 1885 für aktive 1.50 Mark und 6.00 Mark für passive Mitglieder. Der Monatliche Beitrag war 0.25 Mark. Beim erstem Wintervergnügen,(1886) wurden 60.00 Mark eingenommen. Die Mitgliederzahl vergrößerte sich 1886 auf 22 aktive und 4 passive Mitglieder. Der erste öffentliche Auftritt des Chores war am 2. Juni 1886 in Riddagshausen. Wer ohne triftigen Grund vom Übungsabend fern blieb, musste ein Strafgeld von 25 Pfennig bezahlen. Das erste Sommer und Chorfest im „Eigen“ fand am 17. Juli 1887 mit Beteiligung der Chöre aus Querum, Lehre und Riddagshausen statt. In der Winterzeit wurde auch Theater und Stücke aufgeführt. Im neuen Jahrhundert hatte der Männergesangsverein 29 aktive und 29 passive Mitglieder. In den folgenden Jahren wurden zum Freundschaftssingen die Chöre aus klein Schöppenstedt, Schandelah und Cremlingen eingeladen. 1910, zum 25. Stiftungsfest hatte der Verein schon 38 aktive und 32 passive Mitglieder. Im 1. Weltkrieg kamen die Aktivitäten des Vereins zum Erliegen. Von den 30 Sängern 1914 waren 1916 nur noch 5 Sänger übrig geblieben. Am 25 Januar 1919 hatte der Verein wieder 33 aktive und 20 passive Mitglieder. Es konnte wieder gesungen werden. Am 20. Dezember 1920 veranstaltete der Chor ein Konzert für die im Krieg gefallenen Weddeler Sänger. Eine Summe von 1100 Mark wurde den Hinterbliebenen überreicht. 1926 wurde erstmalig ein Notenwart gewählt Heinrich Oppermann übernahm den Posten. Die erwerbslosen Mitglieder brauchten in dieser schlechten Zeit der vielen Arbeitslosen keinen Beitrag bezahlen. Ab 1. Januar 1934 beeinflusste der Nationalsozialismus mit seiner Politik die Vereine. Der 1.Vorsitzende, nannte sich jetzt Vereinsführer. Am Ende der Übungsabende mussten die Sänger mit einem „Sieg Heil auf Führer und Vaterland“ beenden. August 1935, zum 50. Stiftungsfest, wurde die neue Fahne mit den Sängern aus Rautheim, Riddagshausen und Gliesmarode eingeweiht. 1939 ruhte das Vereinsleben der Sänger wegen des 2. Weltkrieg bis 1945 in Weddel. Die erste Versammlung fand 1946 in der Gasstätte Niemand statt. Die Neuwahlen gaben folgendes Ergebnis: Vereinsvorsitzender Heinrich Oppermann, Stellvertretener Vorsitzender und Schriftführer Wilhelm Meinecke und Kassenwart: Hermann Müller. Um die Zulassung für einen Verein zu bekommen musste der Bürgermeister, einen Antrag bei der Militärregierung in Wolfenbüttel stellen. Dieses geschah am 12.03. 1946. Aus vielen Unterlagen geht hervor, dass der Verein immer mehr Zuwachs bekam, 1956 bis 1961 hatte er im Schnitt 40 aktiven Mitglieder. Im Laufe der Zeit nahm die Zahl der aktiven Sänger immer mehr ab 1972 waren es noch 30 und 1984 20 aktive Sänger. Durch das 100 jährige Stiftungsfest 1985 nahm die Mitgliederzahl zu, ab 1988 hatten wir 26 aktive und 27 passive Mitglieder. Durch Tod und übertreten zum passivem Mitglied waren wir nicht mehr singfähig. Deshalb haben wir 1999 mit den M.G.V Querum und später,(2006) mit den M.G.V Riddagshausen die Chorgemeinschaft gegründet. Auftreten tun wir nun unter dem Namen: Chorgemeinschaft MGV Wabe Schunter |
Der aktuelle Vorstand des MGV Weddel
(Stand
19. Februar 2011)
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Ihre Chorgemeinschaft MGV Wabe Schunter
© Der Webmaster der Chorgemeinschaft Jens Hänisch